Laufen

35. Islandsbanki Marathon in Reykjavik | 42 km

18.August.2018

Um 06:30 Uhr schlüpfen wir aus unseren Schlafsäcken. Unsere Unterkunft ist die Reykjavik Campsite. Zu Fuß, Christina schon bereit in ihrem Laufoutfit, begeben wir uns zur Start und Zielarea. Auf dem Weg dorthin lernen wir einen jungen Mann kennen, der heute seinen ersten Halbmarathon angehen möchte. Er erzählt uns, dass er noch nie weiter als 7 oder 8km gelaufen ist und scheint etwas nervös. Ob er es geschafft hat, wissen wir leider nicht. Es ist kalt, sodass Christina ihr Thermoshirt sogar noch unter ihrem Marathonshirt trägt. Um 8:40 Uhr fällt der Startschuss für die Marathon- und Halbmarathonläufer. Das Wetter ist super. Es wird jedoch schlagartig heiß und Christina bereut es sofort, noch das Thermoshirt angelassen zu haben. Ebenfalls brennt die Sonne im Gesicht. Ohne Sonnencreme, wird auch das Spuren hinterlassen.

Die Strecke ist nicht motivierend. Es muss zunächst eine kleine Runde von 10km zurückgelegt werden. Danach verläuft die Strecke auf der Straße, die Küste entlang. Dabei macht es der Wind nicht einfacher. Die gleiche Küstenstrecke muss dann wieder zürück zur Stadt gelaufen werden. Dabei teilen sich die Läufer auf. Die Halbmarathonläufer haben es fast geschafft und können zurück in die Innenstadt zum Ziel. Die Marathonläufer müssen weiter. Sie haben noch etwas mehr als das doppelte an Strecke in einer großen Runde, die mit der kleinen Anfangsrunde verschmilzt, zurückzulegen.

Versorgungsstellen gibt es viele. Jeder Kilometer ist markiert und etwa alle 10km müssen die Matten zur Zeitmessung überquert werden. Es ist ein anstrengender Lauf. Ein Mann ohne Arme und Beine auf einem Skateboard überholt die Läufer und feuert sie an. Zu Tränen gerührt und nachdenklich darüber, dass es wahrscheinlich sein Traum wäre bei diesem Marathon mitlaufen zu können und Christina gerade dabei ist ihren zu erfüllen, läuft sie weiter. Die letzten 12 Kilometer sind am anstrengensten. Zuvor ist sie noch nie weiter gelaufen, als einen Trailrun mit 31,1km, den Hermannslauf im Frühling diesen Jahres. Nach 4:56:18 erreicht sie das Ziel. Nicht gerade ihre Wunschzeit, aber immerhin noch unter 5 Stunden.

Christina: Es war ein schönes Erlebnis, da es auch mein erster Marathon war. Jedoch werde ich bei dem nächsten Marathon mehr auf die zurückzulegende Strecke achten. Es ist so unmotivierent auf der Straße hin- und wieder zurück und auch mehrere Runden laufen zu müssen. Da es auch eine sehr kleine Hauptstadt ist, gab es auch leider nur relativ wenig Leute, die die Läufter angefeuert haben. Andersrum war es dafür sehr entspannt und Johannes und ich haben uns auch immer sofort wieder gefunden.