Laufen

4. Angkor Marathon Trail | 42 km

Um 4:30 Uhr müssen wir an der Elefantenterrasse sein. Dort wird noch eine Einweisung gehalten, bis sich die ersten Busse einfinden. Die 125 km Läufer sind schon unterwegs und überqueren die Terrasse. Eine Engländerin aus London stellt sich vor und möchte, dass wir ein Bild machen. Dann geht es plötzlich ganz schnell. Johannes und Christina verabschieden sich und Christina steigt in den Bus ein, der sie zum Start bringt. Schon im Bus bemerkt Christina, dass sie sich fast nur unter Franzosen gefindet. Dies ist aber auch kein Wunder bei einem französischen Veranstalter.

Eine halbe Stunde geht es über Sandwege durch die Dunkelheit. Plötzlich kommt der Bus zum stehen. Mitten auf der Straße, wenn man es als Straße bezeichnen mag, steigen wir aus. Zuerst ist es nicht klar für die Läufer, dass hier bereits der Start sein soll. Ein Paar Organisatoren kokeln an mehreren Stellen rum, um Mücken zu vertreiben. Auch hier so weit außerhalb von Städten steht die Luft. Es ist heiß und man kann kaum atmen, so schlecht ist die Luft. Ein Banner quer über dem Weg verrät, dass sich hier tatsächlich der Start des Marathons befindet.

Um 6:00 Uhr geht es los. Vorher werden noch ein paar Gemeinschaftsbilder von den nur 79 Teilnehmern gemacht. Es ist noch immer dunkel. Die erste halbe Stunde leuchet die Taschenlampe den Weg. Bei Sonnenaufgang ist der Phnom Bok, ein auf einem 205m hohen Hügel gelegener Tempel, erreicht. Der Weg hinauf führt über eine Treppe mit über 600 Stufen. Der frühe Morgendunst liegt über dem Blätterdach des Jungels.

Sonnenaufgang am Phnom Bok

Es ist nicht immer klar, wo der Weg lang geht. Es gibt zwar dutzende weiß rot gestreifte Plastikbänder und Pfeile, aber das ein oder andere mal sammeln sich grübelnde Läufer vor Tempeln oder Abzweigungen.

Der Weg verläuft viel durch Steppe, aber auch direkt durch kleine Dörfer. Das ein oder andere mal werden wir von den Bewohnern recht schräg angeschaut. Viele sind dennoch freundlich und interessiert. Kinder am Wegesrand lassen sich abklatschen und laufen ein paar Meter mit.

Von Tempeln, Dörfern über kahle Felder 42 km weit zurück zur Elefantenterrasse auf dem Angkor Wat Gelände

Christina kommt ins Ziel. Johannes nimmt sie strahlend im Empfang. Er ist seinen Charity Walk nicht gelaufen, da er sich eventuell mit Christinas Zieleinlauf hätte überschneiden können. Es ist heiß. Zum Glück hatte Christina ihre Trinkweste an und kam mit dem etwas Wasser-Ananas Gemisch gerade so hin bei dem Lauf. Nach reichlich viel Wasser eine Suppe gegönnt, geht es mit dem Tuk Tuk zurück zum Hostel.

Ein unglaublich schöner Lauf und die Erfahrung ist es echt wert gewesen, auch wenn die Zeit nicht die beste gewesen ist. Bei über 40 Grad und dem frühen Start auch schon vorhersehbar. Das haben jedoch die schönen Aussichten und Erfahrungen wettgemacht.

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