Ruhrort in Flammen
20.08.2026, 1. Tag:
Kanu Klub Zugvogel Essen e.V.
Baldeneysee
Heute kommt Christinas Mutter gehen 10 Uhr mit dem Fahrrad zum Frühstück vorbei. Sie hat Brötchen dabei. Johannes und Christina binden schnell die Räder am Camper fest. Das leider nicht so schnell klappt und dann frühstücken wir zu dritt. Christina wird auf dieser Tour Johannes sein Fahrrad benutzen, da sie Trixie im Korb mitnimmt, da Johannes morgen mit seinem Vater und Bruder losfährt nach Beckum. Nach dem Frühstück schmieren wir uns noch Brötchen für unterwegs, packen alles zusammen, verabschieden uns und kaufen noch im Supermarkt um die Ecke ein, bevor es dann endlich gegen 12 Uhr los geht.
Kurz vor 14 Uhr kommen wir gut in Essen beim Kanuverein an. Wir parken oben auf der Schotterfläche und suchen zunächst etwas länger den Schlüssel für das Bootshaus. Wir machen uns nur kurz frisch, laden die Räder ab und starten direkt mit unserer Tour 16,5km um den Baldeneysee. Viele Brombeersträuche am Fahrradweg bewegen Christinas Mutter immer mal wieder zu einem Stop um die ein oder andere Beere zu naschen. Wir haben sturmartigen Gegenwind. Bei einer kurzen Pause auf einer Bank essen wir unsere Brötchen. Danach geht es weiter. Wir überqueren die Brücke am Ende des Sees. Dabei müssen wir unsere Räder die Treppe hoch und runter schieben.

Rennboote, die für ein Wettrennen auf dem See trainieren, erhalten von einem nebenher fahrenden Motorboot Anweisungen über ein Megaphone. Eine schöne Baumallee um die Ecke nehmen wir auch noch mit und entscheiden uns spontan einen kleinen Abstecher nach Heisingen zur Eisdiele zu machen. Da diese schon um 18 Uhr schließt, müssen wir uns schon etwas beeilen. Es geht plötzlich steil bergauf bis in den Ort. Wir schieben und kommen gegen 17:30 Uhr dort an.

Danach rollen wir das kurze Stück zurück zu unserem Camper auf dem für uns ganz allein zur Verfügung stehenden Vereinsgelände und laden die Räder direkt schon wieder auf. Dabei begrüßt und kurz die Wanderwartin vom Verein, die zu Fuß mit Hund über das Gelände schaut. Kurz wieder frisch gemacht, geht es zu Fuß noch eine Runde entlang der Ruhr und wieder zurück, um den Sonnenuntergang zu genießen und Trixie auch noch einmal etwas Auslauf zu gönnen.

Zurück auf dem Vereinsgelände machen wir uns bettfertig. Unsere Sachen lassen wir im Bad stehen, da wir hier ja eh alleine sind. Wir ziehen alles zu, quatschen noch ein wenig im Bett und läuten dann die Nacht ein.
21.08.2026, 2. Tag
Freie Wasserfreunde Duisburg e.V.
Ruhrort in Flammen
Wir werden von der Baustelle an der Straße geweckt, quatschen noch ein wenig im Bett und machen uns dann in dem noch recht neu renovierten Bad fertig. Dann wird gefrühstückt. Nachdem wir die 23€ (8€ für Erwachsene DKV-Mitglieder, 12€ für Gäste von DKV-Mitgliedern und 3€ für den Camper) überweisen, zusammenrödeln und den Schlüssel in den Briefkasten einwerfen, geht es um kurz nach 10 Uhr los zum nächsten Verein. Christina meldet uns noch schnell telefonisch bei dem Alfred an, der uns in einer halben Stunde erwartet. Wir fahren los. Der Verein liegt in Ehingen, südlich von Duisburg am Rhein. Auf dem Gelände gibt es auch ein Restaurant. Dort wird heute eine Hochzeit gefeiert. Wir werden schon freundlich von Alfred empfangen, der uns einweist und die Gegebenheiten zeigt.
Wir plaudern noch ein wenig und bekommen die Empfehlung das Feuerwerk heute Abend von der Rhein Orange aus anzuschauen. Das wäre der beste Platz dafür. Es ist 13 Uhr. Die Räder sind schnell abgeladen und bepackt. Die Picknickdecke haben wir auch dabei. Nach einem halben Kilometer stellt Christina fest, dass sie ihre Sonnenbrille im Camper liegen lassen hat und fährt diese noch schnell holen. Wir rollen durch die noch lebendige Industrie von Hüttenheim und hinauf auf die Heinrich-Hildebrand Höhe im Angerpark. Dort erwartet uns die in November 2011 eröffnete Großskulptur Tiger & Turtle. Der Weg zum Achterbahn nachempfundenen Bauwerk schlängelt sich kreisförmig den Berg hinauf. Wir schieben unsere Räder und genießen den sonnigen Ausblick. Oben angekommen machen wir eine kurze Pause auf einem Betonklotz und danach gehen wir die Treppen der Skulptur hinauf.

Christinas Mutter bleibt gleich nach den ersten 5 Treppen stehen und hat zu viel Höhenangst um höher hinauf zu gehen. Christina macht sich mit Trixie auf dem Arm und dem Fahrradkorb in der Hand alleine weiter auf dem Weg hinauf. Die Achterbahn kann nur bis zum Looping begangen werden. Danach dreht sie um und setzt sich zu ihrer Mutter auf die Bank. Wir quatschen und essen Pistazien. Nach der kurzen Pause geht es weiter durch Duisburg hindurch über die Ruhr zur Mühlenweide. Dort findet das Hafenfest statt. Die Stände machen gerade erst auf und erwarten die ersten Gäste. Wir schieben unsere Räder bis zum Riesenrad und auf der anderen Seite der Landspitze zurück runter von der Kirmes. Es geht weiter zum Landschaftspark Duisburg Nord. Kurz vor der Ankunft fängt es ein wenig an zu regnen. Wir setzen uns unter die Schirme der Currybar und essen eine Pommes. Tauben belagern uns und lassen sich nur schwer verscheuchen. Nach der kurzen Pause erkunden wir das Gelände.

Christina wagt sich bis zum Hochofen 5 hinauf. Von dort oben ist ihre Mutter nur noch ein kleiner roter Fleck im Innenhof. Wir begutachten das Sommerkino, den Klettergarten, das Gasometer und die riesigen Bunker. Bis zu der Nachtbeleuchtung wollen wir nicht mehr bleiben.

Wir treten den Weg zurück über die Ruhr an und fahren zu unserem Endziel für heute Abend. Die Rhein Orange erwartet uns mit dem Hafenfest auf der gegenüberliegenden Seite. Das Riesenrad imponiert mit seinen wechselnt, leuchtenden Farben. Wir haben Glück und erwischen noch eine freie Bank. Neben uns hat sich schon ein Grüppchen an 60 jährigen in Campingstühlen bequem gemacht. Es ist erst 21 Uhr. Zwei Stunden bis zum Feuerwerk verbringen wir wartent auf der Bank und beobachten wie immer mehr Leute eintrudeln. Es wird immer kälter. Zum Glück haben wir die Picknickdecke mit, in der wir uns zu zweit einrollen. Um uns herum aus der Ferne hören wir laute Musik von der ein oder anderen Party und die Boote kreisen auf dem Rhein um der Brücke herum. Pünktlich um 23 Uhr beginnt das Spektakel. Trixie erfreut sich nicht an die lauten Knalle der Raketen.

Zurück in ihrem Fahrradkorb fühlt sie sich jedoch sicher. Nach dem Feuerwerk müssen wir noch 16 km zurück durch die Stadt zu unserem Camper. Wir strampeln uns wieder warm, machen uns schnell bettfertig und fallen in den Schlaf. Von der aktiven Zeche neben uns bekommen wir nichts mehr mit lediglich die letzten Hochzeitsgäste sehen wir noch verschwinden.
22.08.2026, 3. Tag
Kanu-Freunde Dorsten e.V.
Das Tetraeda
Auch hier quatschen wir noch ein wenig im Bett, bevor wir aufstehen und uns fertig machen und frühstücken. Die Fahrräder sind diesmal schnell am Camper festgemacht und das Stromkabel und der Rest ist schnell verstaut. Wir schreiben noch eine kleine Notiz mit lieben Dank und legen den Schlüssel mit einer Spende von 15€ hinein. Das Paket schmeißen wir im Briefkasten ein und verlassen den Ort. Gegen Mittag erreichen wir unsere letzte Unterkunft in Dorsten. Die Kanu-Freunde Dorsten e.V. liegt etwas versteckt im Hinterhof nördlich des Wesel-Dattel Kanals. Dort angekommen haben wir zunächst Schwierigkeiten den Hausmeister zu finden. Dieser wohnt dort mit seinem Hund auf dem Gelände. Er weist uns ein und zeigt uns das Gelände. Wir duschen für einen Euro und machen uns frisch. Danach parken wir noch einmal um und machen die Räder startklar. Es geht den Kanal entlang und rein in die Stadt. Wir haben Hunger und entscheiden uns Brötchen für morgen früh bei einem Bäcker zu kaufen und auf dem Marktplatz bei La Piazza Mittag zu essen. Christinas Mutter bestellt eine Pizza und Christina ein Curry. Da es so windig ist, entscheiden wir uns, bevor das Essen kommt den Tisch mit einem Platz im Restaurant zu tauschen. Nach dem Essen holen wir uns noch ein Eis bei einer Eisdiele und setzen uns auf einer Bank am Wasser. Es ist inzwischen kurz vor 17 Uhr, als wir uns auf den Weg machen Richtung Bottrop. Wir fahren durch die Kirchheller Heide entlang vieler großer Höfe und machen eine Pause am Stadtteich.

Dort treffen wir auf einem Mann, der uns von Koikarpfen im Teich erzählt und über Radtouren, die er damals gemacht hat. Nach knapp 26 km kommen wir passend zum Sonnenuntergang an der Halde Beckstraße an. Unsere Räder schließen wir unten ab und steigen die 387 Stufen zur Pyramide hinauf. Da die Löcher in den Metalltreppen Trixie daran hintern die Treppen alleine hinaufzugehen, trägt Christina sie zwischendurch. Oben angekommen, haben wir eine schöne Aussicht auf das Ruhrgebiet. Christina setzt das Treppensteigen noch bis auf 38 Metern Höhe bis zur Aussichtsplattform des Tetraedas fort.
Bei der ersten Plattform muss sie noch einmal umkehren und ihre Powerbank holen, da ihr Handy nur noch 1% anzeigt. Die Aussicht ist schön. Die Sonne wird immer dunkler. Wir gehen einen anderen Weg auf der anderen Seite der Halde hinunter zurück zu unseren Rädern. 2,5km rollen wir zum Hauptbahnhof Bottrop und kaufen Tickets am Automaten. 1 Stunde warten wir auf den Zug, der uns pünktlich einsammelt und vier Stationen zurück nach Dorsten bringt. Die Züge vorher, sind ausgefallen und auch bei diesem Zug haben wir Glück, dass wir noch schnell einsteigen können, nachdem die Tür am Fahrradabteil nicht aufging. Vom Bahnhof in Dorsten ist es nur ein Kilometer zurück bis zu unserem Camper. Wir machen uns bettfertig und legen uns hin.
23.08.2026, 4. Tag
Abreise
Zeche Zollverein
Heute gibt es die Brötchen von gestern zum Frühstück. Zwei weitere belegen wir uns für unterwegs. Gegen halb 11 reisen wir ab und fahren die halbe Stunde wieder südlich Richtung Essen. Der Parkplatz an der Kokerei der Zeche Zollverein ist kostenlos und überraschend leer. Wir besichtigen das Gelände und kehren in ein Hotel Café ein, wo wir Kaffee bzw. eine heiße Schokolade trinken.
Danach gehen auf das Gelände des Doppelbock Förderturms und essen unsere Brötchen und Pistazien. Nach ein paar Fotos gehen wir abwechselnd die Treppe hinauf zur Kohlenwäsche, da Hunde dort nicht erlaubt sind. Noch ein kurzer Blick hier und dort und noch eine Runde über die Kokerei zum Schwimmbad, bevor wir gegen 17 Uhr aufbrechen. Eine Stunde Rückfahrt nach Hause liegt noch vor uns. Zu Hause angekommen fährt Christinas Mutter mit Fahrrad nach Hause und ihr Vater kommt eine Stunde später mit dem Auto zum Abholen der restlichen Klamotten.
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