Reiseberichte

Slowenien

02.08.2024, 1. Tag:

Zwischenstop in Wuppertal 

Morgens geht es mit voll beladenem Bulli los. Boote auf dem Dach, Fahrräder am Heck und Trixie in ihrem Rucksack. Wir müssen noch einen kleinen Schlenker über Wuppertal einlegen, da Christina wieder einmal eine Portion Kapseln für die Stuhltransplantation in der Praxis dort schlucken muss. Nicht gerade angenehm und auch nicht günstig.

Unser voll beladener Bulli mit Trixie auf dem Beifahrersitz

Danach starten wir nun wirklich in unseren Urlaub und fahren heute noch bis nach Holzmaden zu einem Stellplatz direkt gegenüber dem Urweltmuseum. Zwei große Dinosaurier schauen uns über der Hecke an. 

03.08.2024, 2. Tag:

Die Partnachklamm

Morgens geht es direkt weiter bis nach Garmisch-Partenkirchen zum Campingplatz: „Camping Erlebnis Zugspitze“. Den Campingplatz kennen wir bereits von mehreren Kanuvereinsfahrten. Er hat sich leider in den letzten Jahren, so wie viele Campingplätze stark verändert, aber dennoch bleibt der wunderschöne Blick auf die Zugspitze und die Nähe zur Loisach.

Mit bestem Blick auf die Zugspitze

Nachdem wir in dem Supermarkt gegenüber vom Campingplatz eingekauft und gegessen haben, machen wir uns am Nachmittag mit unseren Gravelbikes auf dem Weg die Loisach und die Partnach entlang zu der 7km entfernten Partnachklamm. Die Klamm ist 700 Meter lang und teilweise von der Partnach bis zu 80 Meter tief eingeschnitten.

Die Partnachklamm mit 700 Metern Länge

Ein schmaler Weg führt durch die Klamm hindurch und wenn man sich, wie wir für den 3,5km langen Rundweg entscheidet, noch ein Stück weiter den Fluss entlang, die Flussseite wechselnt 200hm hinauf und wieder über eine schmale Brücke auf die andere Flussseite zum Ausgang hinaus. Ein schöner Ausflug für einen Nachmittag. Wir schwingen uns wieder auf unsere Räder, machen noch einen kurzen Abstecher zum Olympia-Stadion und rollen wieder zurück zu unserem Campingplatz.

04.08.2024, 3. Tag:

Zelenci und Jasna See

Es geht weiter durch Österreich hindurch und südlich von Villach über die Grenze nach Slowenien. Als erstes schauen wir uns den Zelenci See an. Ein smaragdgrüner Quellsee im Triglav Naturreservat.

Dort parken wir auf einem Wanderparkplatz an der Straße und laufen das Stück zum See. Es gibt einen Steg aus Holz mit zwei Aussichtsplattformen und einem Turm, den wir hinaufgehen. Von oben hat man einen Blick über den gesamten See. Der Weg, die dicht mit langem Gras an dem Ufer bewachsene schmale Sava entlang, lässt uns die Runde wieder zum Parkplatz beenden. 

Die Sava

Einen weiteren Stop legen wir am Jasna See nahe der Stadt Kranjska Gora ein. Der aus zwei mit einander verbundenen künstlichen Seen, bietet ein fantastisches Panorama mit den julischen Alpen im Hintergrund. Wir parken dort auf einem großen Parkplatz direkt am See und laufen ein wenig herum. Die Hauptattraktion am Jasna Sees ist nicht zu übersehen. Die Bronzestatue eines Steinbocks, die auf einem natürlichen Felsen steht. Sie ist das meist fotografierte Highlight am See und darf auch in unserer Bildergalerie nicht fehlen.

Es sind Sommerferien und wir haben nicht bedacht, dass viele Campingplätze bereits ausgebucht sind. Daher parken wir die Nacht direkt vor dem Informationszentrum in Bled. 

05.08.2024, 4. Tag:

Runde um den Lake Bled: 12,9km/ 430hm 

Früh am Morgen breitet sich eine Truppe Heißluftballonfahrer auf dem Parkplatz aus. Wir beobachten kurz das deren Zusammenkunft und machen uns dann schnell auf dem Weg zu einem Stellplatz in der Nähe. Wir haben Glück und nehmen einen gerade frei gewordenen Platz ein. Neben uns steht ein Paar ebenfalls mit dem Kennzeichen GT. Wir kommen kurz ins Gespräch und erfahren, dass diese aus Mastholte sind. 

Heute wandern wir eine Runde um den See und über den Mala Osojnica zum 756 Höhenmeter gelegenen Aussichtspunkt auf dem Velika Osojnica. Dort hinauf führt uns eine schmale lange Treppe. Zum Glück ist Trixie klein und kann bequem getragen werden, im Gegensatz zu einem Husky Mischling, dessen Herrchen den Aussichtspunkt leicht abgekämpft erreicht. Es geht einen weiteren kurzen Aufstieg zum Aussichtspunkt Ojstrica hinauf, bevor wir in einem Restaurant am Camping Bled einkehren.

Blick vom Velika Osojnica

Dort oben hat Christina erstaunlicherweise Netz und wird von ihrem zukünftigen Arbeitgeber angerufen. Während sie über die Felsen kraxelt und die Aussicht genießt, vereinbart sie einen Termin zum Probearbeiten und freut sich, dass sie ein positives Feedback erhalten hat. Der Blick über den See ist gigantisch. Die kleine Insel inmitten des Sees mit einem kleinen thronenden Kirchturm wirkt wie in einer Märchenwelt. 

Nach der Pause geht es weiter am See entlang, immer die Insel mit der Kirche im Blick. Wir beobachten einige Boote, die Touristen an der Treppe zur Kirche hinaus lassen. 

06.08.2024, 5. Tag:

Vintgar Schlucht: 2,35km/ 30hm

Wir nutzen das einzige was der Stellplatz zu bieten hat und entleeren unsere Toilette an der Entsorgungsstation. Danach machen wir uns auf zur Vintgar Schlucht. Wir haben einen Time-Slot gebucht und parken etwas außerhalb auf einem Parkplatz. Von dort aus machen wir uns zu Fuß auf zur Schlucht. Vor den Drehkreuzen am Schluchteingang müssen wir noch warten. Christina hat höllische Schmerzen und muss heute ausnahmsweise mal eine Schmerztablette einwerfen. Wir bekommen Helme und dürfen mit diesen den Weg alleine im eigenen Tempo erkunden.

Es geht die Radovna entlang, die sich türkisklar durch die Schlucht frist. Wir machen einige Fotos und genießen das Gefühl und die Geräusche, welche uns durch das Paddeln so vertraut sind.

 

Wasserfall Peričnik: 1,64km/ 90hm

Zum Abend hin, fahren wir zum malerischen Wasserfall Peričnik, einer der bekanntesten Wasserfälle Sloweniens. Ein Wasserfall, hinter dem man herlaufen kann. Das ist selten möglich, was ihn besonders macht. Er befindet sich im Vrata-Tal, nicht weit weg von der Stadt Mojstrana. 

Wir parken nicht weit davon weg und erklimmen den Berg im zick zack. Dort drehen wir eine Runde hinter dem Wasserfall und auf die andere Seite. Es geht jedoch kein Weg auf der anderen Seite hinunter. Wir gehen den selben Weg zurück. Unsere Nacht verbringen wir auf einem Campingplatz nahe des Bohinj Sees. 

07.08.2024, 6. Tag:

Wasserfall Savica: 1,79km/ 130hm

Auf der anderen Seite des Bohini Sees geht es zum Savica Wasserfall. Wir fahren das Stück mit unserem Bulli und gehen vom nahe gelegenen Parkplatz die 130 Höhenmeter hinauf. Kurz vor dem Wasserfall um den Felsen herum wird es etwas eng. Der Weg ist mit einem hohen Zaun abgesperrt. Man kann den Wasserfall nur durch einen Zaun sehen, vor dem sich einige Menschen tummeln.

Savica Wasserfall

Auch hier weilen wir ein wenig, bis wir in Ruhe ein Foto machen können und gehen den selben Weg wieder hinunter und fahren weiter.  

Mostnica Gorge: 6,69km/ 130hm

Wir fahren den See zurück entlang auf die andere Seite und parken dort auf einem Parkplatz an der Mostnica. Wir fahren mit den Rädern die Mostnica entlang durch den Ort Stara Fužina. Bevor es bergauf geht, steigen wir von unsern Rädern ab und gehen zu Fuß weiter. Weiter den Fluss entlang, wird dieser, immer zerklüfteter und schluchtartiger. Wir können von oben in die Schlucht hineinschauen.

Die Mostnica

Das Wasser hat überall durch den Sandstein gefressen und ausgewaschene Löcher hinterlassen. Wir überqueren den Fluss und laufen auf der anderen Flussseite den Weg wieder zurück zu unseren Fahrrädern. In Stara Fužina kaufen wir auf dem Rückweg noch ein, bevor es wieder zurück zu unseren Bulli geht. 

08.08.2024, 7. Tag:

Slalomstrecke Soča

Wir befinden uns heute auf dem Camp Koren bei Kobarid. Auch hier kennen wir uns schon ein wenig durch die Fahrten vom Kanuverein aus. Es ist heiß. Wir ziehen unsere Markise raus und verbringen die Mittagshitze unter der Markise. Trixie liegt platt, halb unter dem Bulli auf dem staubigen Sandboden. Teilweise sieht es aus, als ob sie vom Vorderrad überrollt wurde. Am Nachmittag machen wir uns mit unseren Rädern auf die Soča entlang zur Slalomstrecke. Dort gehen wir ein wenig des schon sehr ausgetrockneten Fluss zu Fuß entlang zu einer schönen Stelle, wo Christina ins Wasser geht.

Die Abkühlung tut gut und wir stoßen auf einen einsamen Paddler, der die noch übrig gebliebenen Wellen surft. Wir können uns nur kaum vorstellen, dass Ostern ein extremes Hochwasser die Soča heimgesucht hat und unsere Leute aus dem Verein, Schwierigkeiten hatten hier überhaupt zu paddeln. Wir machen uns auf den Weg zurück zu unseren Fahrrädern und zurück zu unserem Bulli auf dem Campingplatz Koren.

09.08.2024, 8. Tag:

Erdpyramiden Percha

Heute geht es nach Italien. Die Bergstraße über die Grenze ist spektakulär. Wir passieren die Grenze bei ? und fahren durch ?, wo man die Spitzen der Dolomiten sehen kann, im Pustertal bei Percha auf einem Parkplatz, wo es zu den Erdpyramiden geht.

Erdpyramiden bei Percha

Dort drehen wir eine kleine Runde zu Fuß von knapp 3,5km und 110 Höhenmetern und bewundern die einmaligen Gesteinssäulen auf deren Spitze ein Deckstein thront. Am Wegesrand wird auf Tafeln kindgerecht die Entstehung und Geschichte der Erdpyramiden erklärt. Wir gehen den selben Weg zurück und verbringen die Nacht in ?.

10.08.2024, 9. Tag:

Runde um den Reschensee: 15,8km/ 80hm

Es geht weiter zum Reschensee. Dort parken wir auf einem Parkplatz direkt am See und laden unsere Gravelbikes ab. Wir fahren eine Runde um den See. Kleine Pausen hier und dort, um auch Trixie gerecht zu werden, legen wir ein und begutachten den Kirchturm im Wasser.

Der Kirchturm zeugt von der absichtlichen Überflutung der Dörfer Graun und Reschen im Jahre 1950. Es sollte ein großer Stausee für das Kraftwerk Glurns entstehen, der auch noch immer als Oberbecken dient. Wir picknicken auf einer etwas versteckten Bank im Schatten, bevor es weiter geht nach ?.

11.08.2024, 10. Tag:

Kleine Ortserkundung Pfunds

Wir machen eine kleine Tour mit den Rädern zum Ort Pfunds und zurück.

12.08.2024, 11. Tag:

Radurschlklamm: 6,17km/ 350hm

Heute fahren wir noch einmal mit den Rädern nach Pfunds rein und stellen unsere Räder dort ab, um die Radurschlklamm zu durchwandern. Am Ende der Klamm geht es weiter bergauf und eine Runde zurück zu unseren Rädern und zurück zum Campingplatz. 

Die Radurschlklamm