Weihnachten in Amsterdam
1. Tag: 23.12.2025
Am späten Nachmittag erreichen wir unser vorab über Booking.com für drei Nächte (insg. 276€) gebuchtes „Teleport Hotel“ in nordwestlich des Stadtzentrums von Amsterdam. Wir sind mit dem Auto gefahren und haben dieses mal auch keine Fahrräder mit. Aber wie wir sehen, stehen direkt am Hotel eine ganze Reihe an Fahrrädern zum Leihen. Das Hotel ist überall sehr bunt und sogar etwas weihnachtlich geschmückt. Wir checken ein und folgen den Treppen hinauf in unser etwas spärlich eingerichtetes Zimmer. Es gibt eine Küchenzeile mit Kühlschrank, jedoch nicht einmal für 2 Personen genug Besteck.
Da wir nicht lange hier sein werden, machen wir uns zügig zu Fuß auf in Richtung Stadtzentrum und entdecken den Weihnachtsmarkt auf dem Museumplein vor dem Rijksmuseum. Der Eintritt ist frei. Direkt zu Beginn gehen wir über eine große Brücke, die über eine riesige Schlittschuhbahn führt. Von dort oben haben wir einen tollen Ausblick über das ganze Geschehen. Das Rijksmuseum sieht märchenhaft aus mit einem großen davor stehenden funkelnden Weihnachtsbaum. Auf der anderen Seite der Brücke befinden sich Stände mit Streetfood, Handwerk, Glühwein und anderen Leckereien. Wir gehen einmal eine komplette Runde um die Schlittschuhbahn und entscheiden uns eine holländische Pommes zu essen und dann den Rückweg anzusteuern.
2. Tag: 24.12.2025
Heute leihen wir uns zwei Räder um die Stadt zu erkunden. Zwischenzeitig sieht es nicht danach aussah, überhaupt ein Vernünftiges, Funktionstüchtiges, mit Licht, Lenker und Sattel und keinem Platten in der langen Reihe zu finden und wir brauchen auch noch zwei. Zu uns gesellt sich dann auch noch eine Gruppe fünf spanischer Jungs, die ebenfalls verzweifelt nach halbwegs brauchbaren Rädern suchen. Als wir endlich soweit sind und uns für zwei Fahrräder entscheiden, fahren die Jungs bereits ab. Wir sollen sie jedoch nach kurzer Zeit mit einem Problem an einem der Fahrräder wieder ein- und überholen.
Es ist kalt und windig, aber die Sonne scheint bei strahlend blauem Himmel. Schnell sind wir richtig begeistert von den gut ausgebauten holländischen Fahrradwegen. Wir fahren den Haarlemmerweg zu Ende und überqueren den Stadtring und die Singelgracht rein in das Stadtzentrum. Entlang des Hauptbahnhofes verschlägt es uns als erstes zum NEMO Science Museum. Die breiten flachen Treppen hinauf zur kostenlosen Plattform, haben wir von dort oben eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt.

Wir setzen uns kurz auf eine der vielen Holzbänke und genießen die Sonne. Danach machen wir uns weiter auf mit unseren Fahrrädern einmal quer durch das Stadtzentrum am Königlichen Palast vorbei zum Konigsplein und Bloemenmarkt. Immer mal wieder kommen wir an kleinen, niedlichen schmalen und teilweise schiefen Häuschen vorbei und bleiben beeindruckt stehen. Wir parken unsere Fahrräder und spazieren den Bloemenmarkt entlang. Hier gibt es vor allem Blumensaat und Tulpenzwiebel, aber auch in den Schaufenstern der Lädchen gegenüber lässt sich einiges entdecken. Vom Käsekeller über verrückte Souvenirs bis zum Hanfladen ist hier alles vertreten. Nach unserer kleinen Runde geht es zurück zu unseren Fahrrädern und auf zum südlichsten Ziel für heute, dem Anne Frank Monument im Merwedeplein. In dem Park setzten wir uns dann noch kurz auf eine Bank und lassen Trixie wieder aus ihrem Rucksack heraus.
Wir bekommen Hunger und machen uns auf zurück zum Bloemenmarkt um dort in dem Café „Amarylles“ etwas zu essen. Wir warten bis es dunkel wird um uns zu Fuß das Light Festival anzusehen, welches schon seit dem 27.11.2025 und noch bis zum 18.01.2026 stattfindet. Dabei machen wir noch einmal eine komplette Runde zum Hafen, wo das NEMO Science Museum angestrahlt wird und entlang der Herengracht wieder zurück zu unseren Fahrrädern. Hier und dort gab es noch ein paar künstlerische Lichtelemente, aber wir hatten uns eigentlich etwas mehr versprochen. Wir schnappen uns unsere Fahrräder und sausen zurück zu unserem Hotel. Insgesamt waren wir heute 31,9km in Bewegung.
3. Tag: 25.12.2025
Heute fahren wir mit unseren noch weiterhin geliehenen Fahrrädern bis zur Prinsengracht gegenüber von der Westerkerk und machen uns zu Fuß auf durch die Stadt. Trixie hält nicht lange durch. Trotz Sonnenschein ist es bei -7° Grad einfach zu kalt. Im Rucksack ist sie da viel besser aufgehoben. Wir laufen am von außen völlig unspektakulärem Anne Frank Huis vorbei und nehmen auch noch den Schlenker zum zweiten Anne Frank Denkmal mit. Danach latschen wir durch einen von Touristen angefütterten Taubenschwarm hindurch zu den tanzenden Häusern am Damrak. Danach entscheiden wir uns zurück zur Prinsengracht und diese komplett entlang bis zum Leidseplein zu gehen. Dort bestaunen wir das berühmte türkise Handdenkmal „Tegen alle stromen in“ und entdecken eine zweiten kleinen Weihnachtsmarkt. Von einer Gruppe an Eidechsen, Leguanen und Agamen aus Bronze, dem Blauw Jan“, Häusermalerei, künstlich ausgeschmückten Fahrrädern hin zum Hard Rock Café haben wir hier alles gesehen und gehen wieder für eine Mittagspause zum Café am Bloemenmarkt.
Gut gestärkt und aufgewärmt, machen wir uns auf in Richtung Vondelpark. Durch den Vondelpark hindurch gibt es etwas außerhalb die Lomanstraat. Dies ist eine besonders fotogene Straße mit einer Allee an Ulmen, die schief zur Straßenmitte gewachsen sind. Zurück zum Bloemenmarkt und einem weiteren Abendessen Besuch in unserem Café fehlt noch das Rotlichtviertel von Amsterdam auf unserer Liste. Als wir auch dort eine kurze Runde gedreht und noch einmal in einem Café eingekehrt sind, machen wir uns zufrieden auf dem Weg zurück zu unseren Fahrrädern und zurück zu unserem Hotel.
Morgen geht es wieder zurück nach Hause. Es waren schöne drei Nächte in der niederländischen Hauptstadt. Für uns nach den Strapazen der letzten Wochen und Monate die schönste und ruhigste Zeit seit langem.
Zucchinischiffchen
Prag
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