Reiseberichte

Erlebnis-Bauerhof Kliewe auf Rügen

07.05.2026, 1. Tag: Zwischenstopp in Wismar

Früh um 07:00 Uhr stehen Christinas Eltern vor der Tür. Schnell sind die kleinen Taschen in dem Auto von Christinas Eltern verstaut und es kann losgehen. Christina fährt. Sie hat vor ein paar Monaten einen Ferienhof für 4 Nächte auf der Insel Rügen gebucht und hat auf dem Weg noch einen kleinen Zwischenstopp in Wismar geplant. Es geht fast in eins durch bis nach Wismar. Dort legen wir eine Mittagspause ein. Wir parken am Bahnhof und laufen zu Fuß die Mühlengrube entlang bis zum Hafen. Kurz vorm Hafen stoßen wir auf das Gewölbe von Wismar, ein großes rotes Fachwerkhaus über dem Mühlenbach. Am Hafen entdecken wir einen kleinen Fischimbiss „Zur Fischerkoppel“ und gönnen uns dort ein Fischbrötchen bzw. Pommes.

Danach holt Christina das Auto und sammelt alle am Hafen ein. Es geht weiter. Von unterwegs fragen wir telefonisch an, bis wann es möglich ist dort im Hofrestaurant etwas zu essen und halten uns ran das zu schaffen. Wir schaffen es auch. Gegen 17:30 Uhr sind wir da und lassen uns gleich im Restaurant nieder um erst einmal zu Abend zu essen. Danach beziehen wir unsere Ferienwohnung „Zum Kranichblick“.

Erlebnis-Bauernhof Kliewe in Ummanz auf Rügen

08.05.2026, 2. Tag: Nationalpark Jasmund und Kap Arkona

Die Sonne begrüßt uns heute schon früh am Morgen über dem Ummanzer Land und der Ostsee. Wir sind schon sehr früh fertig und warten, sitzend am Küchentisch, auf unsere gestern bestellten Frühstücksbrötchen. Diese suchen wir mehrmals vergebens vor unserer Wohnungstür. Christinas Mutter schaut später noch einmal und findet sie lachend neben der Tür in einem Jutebeutel aufgehangen. Wie lange die wohl schon dort hingen? Wir frühstücken nun endlich. Nachdem alles wieder weggeräumt und sauber ist, geht es direkt mit dem Auto los zum Großparkplatz Hagen, um dort mit dem Bus zum Königsstuhl zu fahren.

Ausblick am frühen Morgen aus unserem Fenster der Ferienwohnung

Christinas Vater ist nicht mehr so gut zu Fuß unterwegs, daher musste Christina alles etwas genauer planen, um dennoch die Highlights der Insel zu erreichen. Am Königsstuhl angekommen sind wir von der Busschar die ersten, die die Plattform betreten. Wir drehen unsere Runde, machen ein paar Fotos und schauen uns dann noch den Mammutbaum um die Ecke an, bevor sich unsere Wege trennen. Christina verschwindet mit ihrer Mutter in den Jasmunder Nationalpark während Johannes mit Christinas Vater mit dem Bus zurück zum Parkplatz und dann mit dem Auto nach Sassnitz fährt. 

Blick von der Aussichtsplattform am Königsstuhl

Der Nationalpark Jasmund besteht seit dem 12.09.1990 und gehört zum Teil zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der Buchenwald hat eine Fläche von 3070 Hektar und ist damit der kleinste Nationalpark Deutschlands. Christina und ihre Mutter gehen die komplette Kreidefelsenküste „den Hochuferweg“ entlang und treffen die beiden in Sassnitz wieder. Unterwegs gibt es traumhafte Ausblicke auf das Meer und die Küste. Zum Ende gehen die beiden unten am Wasser entlang und gelangen von dort nach 2,5 Stunden und 9,35km direkt auf die Strandpromenade von Sassnitz, wo Johannes und Christina Vater sich solange in ein Lokal gesetzt hatten und nun wieder auf die beiden treffen. Christina ist unterwegs am Ufer von einem größeren Stein abgerutscht und hat sich dadurch das äußere Band des Knies gezerrt. Eine schmerzhafte Angelegenheit. Nun humpeln schon zwei aus der Truppe.

Blick vom Hochuferweg auf die Kreideküste

Wir bleiben noch kurz im Hafen, um vom Fischkutter noch einen Mittagssnack einzunehmen und fahren dann mit dem Auto weiter bis Putgarten. Dort fährt uns die Kap Arkona Bahn bis zum Leuchtturm, der leider aktuell renoviert wird und daher nicht besichtigt werden kann. Wir schauen uns ein wenig um und gehen alle, bis auf Christinas Vater, der auf einer Bank sitzen bleibt, kurz bis zum nördlichsten Punkt der Insel und haben dort einen Blick auf dem Siebenschneiderstein. 

Danach entscheiden wir uns noch den Peilturm rauf zu gehen. Christinas Vater bleibt nicht weit entfernt vom Turm, an der Haltestelle der Kap Arkona Bahn sitzen. Der Peilturm kostet 3,00€ pro Person und hat oben einen außen liegenden Rundgang. Von dort oben kann man das kleine Fischerdorf Vitt sehen, welches die Bahn ebenfalls anfährt. 

Wir sind pünktlich zur letzten Bahnfahrt wieder an der Haltestelle und fahren alle zurück zum Parkplatz nach Putgarten. Von dort fahren wir wieder mit dem Auto zurück Richtung Ferienwohnung und halten unterwegs zum Abendessen bei dem auf der Fahrt von Johannes herausgesuchten Restaurant „Puk up’n Balken“. Die gemütliche Schänke liegt mitten in Bergen und gefällt uns auf Anhieb. Wir trinken und speisen herzhaft und machen uns danach entspannt auf den Rückweg. 

09.05.2026, 3. Tag: Fährfahrt entlang der Kreidefelsen 

Zu heute haben wir keine Brötchen bestellt. Wir frühstücken gemütlich unsere eingekauften Sachen und machen uns dann auf dem Weg mit dem Auto nach Göhren, wo uns die bereits gebucht Fähre „Mönchgut“ der Flotte Adler-Schiffe erwartet. Um 11:00 Uhr geht es los. Wir fahren von dort die Häfen Sellin, Binz und Sassnitz an, wo noch weitere Touristen dazu oder aussteigen bevor es entlang des 4,5km langen Prora Gebäudes, welches aus der Ferne zu erkennen ist, zu den Kreidefelsen geht. Es ist das längste zusammenhängende Gebäude der Welt, jedoch unvollendet. Vor Beginn des zweiten Weltkrieges errichtet, sollte es ein Seebad für 20.000 Menschen werden. Der Krieg verhinderte jedoch die Fertigstellung.

Christina geht es leider gar nicht gut. Sie hat stark mit der Seekrankheit zu kämpfen. Die Fähre fährt bis zum Königsstuhl und dreht dort nach ein paar Durchsagen wieder um. Christina schläft für eine halbe Stunden auf der Rückfahrt mit dem Kopf auf dem Tisch. Danach geht es ihr etwas besser. Wir verlassen die Fähre nach Plan um kurz vor 16:00 Uhr in Binz, um von dort mit dem Rasenden Roland zurück nach Göhren zu fahren.

Die alte Lok ist sehr voll und hat nicht viel Luxus zu bieten. Immerhin können wir noch zwei freie Metallbänke erhaschen. Zurück am Auto angekommen fahren wir wieder über Bergen zu unserem Restaurant von gestern. Wir werden von der Kellnerin erkannt, zum gleichen Tisch geführt und zum Teil mit den gleichen Getränken und dem gleichen Essen, welches sie sich ebenfalls merken konnte, versorgt. Top. Das gefällt uns! 

 

10.05.2026, 4. Tag: Kutschfahrt auf Hiddensee

Heute ist Muttertag. Nach dem Frühstück geht es mit dem Auto nach Schaprode und mit der Vittener Autofähre bis nach Vitten auf der Insel Hiddensee rüber. Dort erwartet uns schon eine von Christina vorgebuchte Kutsche. Die Frau ist zunächst etwas unfreundlich und denkt, wir hätten keine Ahnung von Landwirtschaft und Tieren. Die Kutsche bringt uns direkt zum Leuchtturm im Norden von Hiddensee.

Dort warten Christina und ihr Vater in der Kutsche, während Johannes und Christinas Mutter sich aufmachen zum Leuchtturm. Während der Wartezeit kommen wir mit der Frau ins Gespräch und haben eine nette Unterhaltung. Sie kennt Rheda-Wiedenbrück und die Umgebung, da Sie längere Zeit in Lippstadt gewohnt hat und freut sich darüber, sich mit Leuten vom Land zu unterhalten. Als es zurück nach Kloster geht, gesellen sich kurz eine Mutter und Tochter auf Nachfrage zu uns und drücken uns dafür 5€ in die Hand. Die Frau macht mit uns noch einen kleinen extra Abstecher durch den Ort und lässt uns dann am Hafen raus. 

Dort entscheiden wir uns spontan, da der Leuchtturm eben noch nicht geöffnet war, zu dritt noch einmal zu Fuß den Weg dorthin anzutreten. Der Vater von Christina bleibt gerne noch am Hafenrestaurant sitzen. Dieses Mal ist das fast 28 Meter hohe Wahrzeichen von Hiddensee geöffnet und wir können für 3,00€ nach oben. Wieder bleibt Christinas Mutter vor dem Ausgang stehen und dreht um. Ihre Höhenangst lässt es nicht zu den schmalen Rundweg draußen mit der Aussicht zu genießen. 

Der Leuchtturm im Norden von Hiddensee

Zurück in Kloster angekommen, machen wir alle zusammen noch eine kleine Runde durch den Ort zur Eismanufaktur und danach machen Christina und ihre Mutter noch kurz eine Abstecher am Gerhart-Hauptmann-Haus entlang zur anderen Seite der Insel. Zurück am Hafen, angekommen isst Christinas Mutter noch einen Kuchen bei dem Restaurant der Schillings und um 15:10 Uhr geht unsere Fähre zurück nach Schaprode. Zurück auf unserem Ferienhof angekommen speisen wir heute noch einmal im Hofrestaurant. Christina und ihr Vater hatten die Ente schon vorbestellt. Satt und zufrieden überlegen sich Christina und ihre Mutter noch einen Abendspaziergang bis auf die Insel Ummanz zu machen. Passend zum Sonnenuntergang stehen sie auf der Brücke, die das Festland mit der Insel verbindet und blicken auf einen kleinen Leuchtturm. Der letzte Abend geht zu Ende. Wir machen uns auf den Weg zurück und lassen den Abend noch etwas ausklingen. 

11.05.2026, 5. Tag: Abreise

Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen ins Auto, schlendern noch ein bisschen durch den Hofladen und verabschieden uns nach dem Check-Out. Wir hatten bestes Wetter auf der Insel. Die Rückfahrt wird uns wieder mit starken Regen überraschen. Zum Glück, denn der nächste heiße Sommer steht bevor.